Freitag, 3. Oktober 2008

>> Isla del Sol

Nach Copacabana geht man vor allem um einen Ausflug auf Isla del Sol oder Isla de la Luna zu unternehmen. Leider muss man wirklich recht früh raus, das Boot geht etwa um 8 Uhr. Dafür haben wir ein Hotel gleich ein Block vom Strand weg, also einmal stolpern und wir sind da.
So nebenbei: Es gibt da noch eine Virgen de Copacabana die sehr mysteriös sei und darum die Leute von weither kommen um sie besuchen. Wir haben dies aber erst später erfahren, es gibt ja so viele Virgens überall, woher sollen wir wissen, dass diese so speziell ist. Asche auf unser Haupt.
















Auf dem Boot ist es recht frisch.
















Da muss sich frau schon mehrschichtig einpacken.
































Ich fror mir ziemlich den Arsch ab. Aber ich bin ja kein Unterdeckhocker. Dafür ist auch die Aussicht viel zu schön.

















Isla de la Luna. Die Schwesterinsel der Isla de la Sol, die ziemlich klein geraten ist. Im Hintergrund die Cordillera Real.
















Prähistorischer Katamaran.
















Vereinsamter Baum.
















Auf der Isla del Sol gibts keine Strassen und somit auch keine Autos oder dergleichen. Als Transportmittel für gewaschene Kleider, aber auch Einkäufe für Hotels, Wasser, etc. leben hunderte von Eseln auf der Insel.
















Es gibt drei comunidades auf der Insel. Am Nordende werden wir abgesetzt, wo es ein Museum und eine Inkaruine zu besichtigen gibt. Den Namen weiss ich nicht mehr; hier wird Aymara gesprochen und das tönt alles ein wenig schwierig und ungewohnt. Nicht nur das, auch die Landschaften wirken sehr surreal. Die weiteren Bilder können vielleicht erklären wieso.
































Reunion der Dorffrauen. Was die wohl aushecken?
















Erst gehts nochmals nach Norden zur Ruine. Von dort gibt es dann einen Weg auf dem Buckel der Insel zur südlichsten comunidad, wo wir am späten Nachmittag wieder mit dem Boot abgeholt werden.

















Der Weg führt erst mitten durch eine Schule. Evo meints anscheinend wirklich Ernst mit dem Kampf dem Analphabetismus. Wir haben auf der ganzen Reise tatsächlich viele Schulen in abgelegenen Nestern gesehen.
















Die müssen nichts lernen, Schwein gehabt.
















































Das sollen die Inkaruinen sein. Sind neu aufgebaut worden und sehen darum eher wie ein eingestürztes Maiensäss aus. Die Legende sagt auf jeden Fall, dass der Oberinka, der Sonnengot, seine Kinder hier zu Erde liess.





















































Yo man. Hier hatte Corina noch Puste.
















Aber nach dem ersten Aufstieg kamen wir schon recht ins Schnaufen.
Da bietet sich doch an, ein wenig die Umgebung zu begucken. Allerdings musten wir uns sputen. Wir hatten 2 Stunden weniger Zeit als vor 2 Jahren, als ich die Wanderung schon mal machte. Also auf gehts.














































Auf halber Strecke, ein Bierchen darf nicht fehlen. Die bettelnden Köter frassen unsere halben Sandwiches weg. Na dann kann einer von Glück reden, wenn er nicht dem Hundeblick verfallen ist (ich wars bestimmt nicht.... wer dann wohl ?).































Arno in Action, unser Super-Sneak-Paparazo, dem wir viele Schnappschüsse zu verdanken haben. Was gibts denn hier Spannendes?





















Aha, soso, sehr interessant. Den Film stell ich mal nicht online, sonst gibts noch Klagen. Was haben wir gelernt? Esel machen es also seeehr laut.
















Genug gespannert, weiter gehts. Wir wollen schliesslich hier nicht übernachten.
















Geologisch gesehen ist es eine ziemlich schräge Insel.
















Eben schräg.
















Zwischendurch mussten wir mitten auf der Strecke Wegzoll bezahlen. Ja, die Solianer haben auch gemerkt, dass man den Touristen Geld aus der Nase ziehen kann. Ist auch recht so, allerdings machen sie es recht ungeschickt. Auf halbem Weg steht ein Opa am Wegesrand und verlangt 10 Bolos. Ist nicht viel und wäre auch ok, schliesslich kostet der Unterhalt Geld. Aber man kommt sich ziemlich verarscht vor, da man erstens nicht informiert wurde, zweitens es logischer wäre den Eintritt zu Beginn zu verlangen und nicht mittendrin und drittens könnte sich da ja jeder hinsetzen. Auf jeden Fall gabs Anlass zu einigen Diskussionen, nicht nur mit uns, auch andere Touristen nahmen dies nicht einfach hin. Wir zahlten dann einen Teil, den anderen nicht, weil die Einkassierer beleidigt von dannen gingen. Auch gut.
















Dann endlich kommen wir im Hafenpueblito an, wo ich vorausspeede um das Schiff zu erreichen.
















Definitiv knuffig!
















Am Abend waren wir nuuuudelfertig. Wir konnten uns wirklich kaum mehr bewegen und das wegen einer lächerlichen Wanderung von ca. 3 Stunden. Aber die Höhe von durschnittlich 4000 MüM gab uns den Rest, diesmal ohne Ausnahme.
Aber es lohnt sich. Isla del Sol gehört zu den absoluten Highlights in Bolivien und muss man einfach gesehen haben.


So und zum Abschluss noch ein kleiner Exkurs über Sicherheit auf dem Bau in Bolivien.
















Shiften in Extremis. Nur keine Sorge, das kommt schon gut.

Donnerstag, 2. Oktober 2008

>> Copacabana

Wir machten uns anschliessend nach Copacabana auf, dem Original am Lago Titicaca. Die Fahrt führt durch eine der atemberaubendsten Landschaften von Bolivien und steigt von 2600 MüM auf über 4500 MüM und endet in Copacabana am Lago Titicaca auf ca. 3800 MüM.

Die Anden, unendliche Weiten. Stundenlang wechseln sich die Bilder ab. Es tauchen immer wieder verschiedene Farben in den Felsformationen auf.
































Es geht zünftig bergauf, sodass unser Cruiser recht ins Schwitzen kam. Ein Kühlstop war zwischendurch mal notwendig.

















Kleine Weiler sieht man allenthalben. Zum Leben gibts eigentlich nichts, ausser ein wenig Ackerbau, Llama, Schafe und Alpakas. Diese Kreise sind keine UFO-Landeplätze, sondern Gehege aus Stein.

















Meist liegen die Hütten in der Senke, wo sie nicht so dem eisigen Wind ausgesetzt sind und wo sich das Wasser in kleinen Bächen sammelt, wenn es denn mal regnet.
































Schafhirtin
















Llamahirten
















Llamas

















Hier werden Adobe-Steine hergestellt. Das sind getrocknete Lehmziegel, die hier vorwiegend beim Häuserbau verwendet werden.
















Eine Indiofrau am Weben. Links sieht man gebrannte Ziegel, rechts Adobe-Ziegel.
















Lastwagen dienen meist auch als billiges Taxi. Wahrscheinlich ein wenig unkomfortabel, aber immerhin. Meine Eltern hatten auch mal das Vergnügen damit zu fahren, nach einem Achsenbruch ihres Buses.
















Rechte Spur sperren; doch nicht etwa mit einer Hinweistafel. Ein paar Stein hin, dann merkt man's schon, wenn man drauf fährt.
















Erste kleinere Passhöhe. Von hier gings dann nochmals 400 Meter rauf.
































Mutter und Tochter, entspannt nach einer kurzen Pause.
















Bei diesen Landschaftsbildern blühen die Lebensgeister auf.





















Dann wurde es allmählich ein weniger flächer...
















...und flächer...

















...und schliesslich war es topfeben. Wir sind auf dem Altiplano angekommen.

































Unzählige kleinere Windhosen konnte man bestaunen.
















Immer wieder gigantisch der Blick in die Weite.
















Der Blick auf El Alto, die Stadt ob La Paz. Im Hintergrund die Cordillera Real, deren höchste Vetreter über 6500 MüM hoch sind.
















Erst verraten und hingerichtet und nun mit einer Statue verewigt, el Che.
















Impressionen aus El Alto, der hässlichsten und gefährlichsten Stadt Boliviens. Kommt hier nicht so zur Geltung, glaubts mir einfach.


























































Hut ab, was diese Indiofrauen immer mit sich rumschleppen.
















Die Häufigkeit von Stinklastwagen hat auf dem Altiplano stark zugenommen. Dieser hier raucht gleich oben und unten raus.
















Dann endlich, Lago Titicaca.
















An dieser Stelle ist er nur ein paar Hundert Meter breit, vielleicht 1.5 km. Da muss ein Boot her.
















Da haben wir locker Platz drauf.
































Blick Richtung Norden. Nicht umsonst wird der Lago Titicaca das Meer der Anden genannt.
















Da bleibt kein staunender Mund zu.




















































Schliesslich wurde es schon dunkel bevor wir ankamen. Wir wurden einmal mehr mit einem gewaltigen Sonnenuntergang belohnt.