Sonntag, 23. Dezember 2007

los espejillos

Mitte Dezember kam unser erster Gast. Sandra quartierte sich gleich einen Monat bei uns ein und machte es sich im Gästezimmer gemütlich, wo es leider weder Klimaanlage noch Venti gab.






















Trotzdem gefiel es ihr bei uns und wir freuten uns jeden Morgen auf feinen, frischen Fruchtsalat und besten Cappuccino.






















Die Regenzeit reduziert die Ausflugsmöglichkeiten in Bolivien ziemlich drastisch. Da brauchts nicht viel und schon sind viele Wege unpassierbar, Hänge kommen runter und Brücken werden weggespült. Zugegebenermassen kübelts schon ziemlich gewaltig. Nun, Sandra und Corina sind zweimal ziemlich angebrannt von wegen Ausflug machen (Samaipata und Buenavista). Schliesslich konnten sie doch noch einen prächtigen Ausflug machen und das Beste daran war, dass ich auch mitkommen konnte :-).






















In den Mitsubishi von Langs passen locker 8 Personen (Sandra, Debi, Adi, Beat, Marius, Suelen, Corina und ich), 8 Tagesrucksäcke und eine grosse Kühlbox rein. Bequem ist anders, aber es ist ja nicht so weit. Los Espejillos ist ca. 2h entfernt.






















Nach 1h Asphalt gabs in San Jose einen abrupten Wechsel. Es fiel gleich mal die Überquerung des Pirai an, des grossen Flusses, der an Santa Cruz vorbei fliesst. Kein Problem mit dem Offroader. Es hatte auch nicht so viel Wasser, welches übrigens badewarm war.

















Da sieht man auch ab und zu einen Eingeborenen.

















Damit man auch den richtigen Weg durch die Furt findet, der Fluss ist doch immerhin fast 200m breit, hat es in regelmässigen Abständen Pflöcke im Wasser, die einem den Weg weisen. Eigentlic h ähnlich wie bei uns, nur dass diese von den Schiffen benutzt werden.

















Schaut nur wie Debbi und Adi sich gern haben. So gerne, dass sie noch diesen Sommer heiraten werden. Glückwünsche aus Bolivien!

















Dann gings noch ne Stunden richtig holprig zu und her. Es standen mindestens 20 solche kleineren Bachüberquerungen an.







































Untwergs fanden wir eine Frucht die niemand kannte. Schmeckte formidabel und gestorben ist bis heute noch niemand dran.


















Da kommt richtig Indiana Jones Stimmung auf.






















Die Punkte in der Luft sind Schmetterlinge. Diese sind am Fluss am trinken oder sonnen oder sonst was schweinisches am machen. Wenn wir jeweils mit dem Auto vorbeifuhren, sind alle erschrocken aufgeflogen. Der Wahnsinn, sieht furchtbar schön aus.

















Dann kamen wir doch auch mal an.

















Maggia lässt grüssen, vom Feinsten.


















Für jeden sein eigenes Poolchen.







































Stilnote 3, aber immerhin gut getüpft.






















Ebenfalls ne 3. Zum guten Glück getüpft.







































Hach, so romantisch.
















Zuoberst gehts plötzlich ins Nichts.

















Ziemlich runter, wie sichs rausstellte.



































Paradies pur. Wir kommen wieder!






















Hmm, oder doch nicht? Beim Heimfahren wars schon am dämmern, als wir so merkwürdige schwarze Punkte in der Luft sahen. Es waren Riesenspinnennetze, die zwischen Bäumen gespannt waren. Die massen so um die 20 Meter und waren von Heerscharen von Spinnen bevölkert. Ich habe bis annhin noch nie Spinnen im Gruppen jagen gesehen und möchte auch gar nicht wissen, worauf die aus sind.


Mittwoch, 5. Dezember 2007

regenzeit

Wir sind ja in der Trockenzeit im Juni angekommen und so nach ein paar Monaten fragt man sich wirklich, obs denn auch mal nass wird hier. Die Antwort ist definitiv ja, durch und durch. So im Dezember beginnt langsam die Regenzeit. Das sieht teilweise so aus, wie wenn einer das Licht ausknippst und eine dunkle Platte auf den Himmel legt.

















Dann peitscht das Wasser herunter, was mich an einen Schneesturm erinnert.

















Da es kaum irgendwo Dachrinnen hat, läuft das Wasser, das auf die Häuser niederprasselt, vorerst mal auf die Strasse...

















und da Abflussschächte eher rar sind, bleibts einfach mal liegen, was die Überquerung zu Fuss dann eher ungemütlich macht. 15 Min Regen kann an neuralgischen Zonen doch bis zu 30cm tiefe Seen auf der Strasse verursachen. Gut ist man immer mit Flip Flops unterwegs.

















Bei so viel Nass knallts dann halt ab und zu auf den Stromleitungen. Einmal passierte dies wirklich genau vor unserem Bürofenster. Schauspiel bester Art. Zuerst ein Megaknall, Lichtblitz vom Grellsten und zum Schluss brutzelts dann noch ein paar Minuten vor sich hin.

Dann heissts schnellstens alles runterfahren und Kaffee trinken gehen. Letztes mal glaubten wir schon unsere Computer seien am Arsch, dabei hat sich nur die Spannung halbiert. Mit 120 Volt wollten sich diese partout nicht zufrieden geben.

















Am Abend gibts dann Bescherung zu Hause. Flachdächer sind halt Glückssache.

















So in einer Nacht kann doch gut und gerne so ein Eimer gefüllt werden.






















Hier feuchtets irgendwie durch die Mauern. Insgesamt pissts in 3 Zimmern rein, Stube, Vestidor und Gästezimmer. Mittlerweile ist alles geflickt, zum etwa 6ten mal schon. Obs diesmal haut...

















Der Regen lässt dann das Grün so richtig spriessen, fertig mit monatelangem tränken. Dafür wird der Rasen zur Wiese und die Vermieterin hat mässig Freude (ooooh, la hierba!).


















Nun denn, irgendwann wurde es uns auch zu bunt, sprich zu hoch das Gras und wir bestellten German oder besser er klopfte freundlichst ans Tor und fragte, ob wir denn nicht einen Gärtner bräuchten. Wie hat der denn das rausgefunden?






















Er kam denn auch pünktlich mit seinem Gärtnermobil vorgefahren, wo wirklich alles Platz drauf hat: Machete, Rasenmäher, riesenlanges Kabel, Rechen und er selbst natürlich.
Er hatte wirklich ne Menge Arbeit. Jetzt siehts wieder piccobello aus.